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Soeben erschienen:

Interkulturelle Kommunikation - philosophisch betrachtet

Eine (Her-)Ausführung aus der Interkulturellen Kommunikation

199 Seiten
Verlag: Oficyna Wydawnicza ATUT, Wroclaw 2009
http://www.atut.ig.pl

ISBN 978-39-4031-076-7, ISBN 978-83-7432-538-7

Zum Buch:

Inhalt

Inhaltsverzeichnis

Verwendete Methode

 


 

 

Liebe BesucherInnen meiner Homepage!

 

Vor ungefähr 2500 Jahren entstand in Griechenland die Philosophie – und das ist etwas ganz Besonderes: Zum ersten Mal in der Geschichte erhoben sich einzelne Individuen über die Tradition und erdreisteten sich, über überlieferte Vorstellungen nachzudenken und diese zu hinterfragen. Damals entstand etwas, das in seiner Seltenheit und Ungewöhnlichkeit kaum angemessen gewürdigt werden kann: das freie Denken. Denn Philosophieren ist nichts anderes als individuelles und dadurch freies Denken. Dieses Beispiel haben uns die griechischen Philosophen gegeben, und wir können sie uns deshalb bis heute zum Vorbild nehmen.

Wenn es die Philosophie nicht schon gäbe, müsste man sie erfinden! – denke ich mir immer wieder, und zwar nicht nur deshalb, weil das Philosophieren an sich schon eine so wertvolle Angelegenheit wäre, sondern weil es so selten ist und man es in unserer heutigen Welt nirgendwo findet. Beim Philosophieren geht es darum, dass ein Mensch andere Menschen (oder sich selbst) mit rationalen Argumenten zu überzeugen sucht. Das finden Sie nicht in der Wissenschaft, das finden Sie nicht im Berufsleben, nicht in der Schule, nicht in der Wirtschaft, nicht in den Religionen – wenn Sie das suchen, werte Leserinnen und Leser, das finden Sie nirgends!

Bevor Einspruch entsteht: Zum Beispiel finden Sie das rationale Argumentieren nicht in der Wissenschaft, weil in der Wissenschaft das Sammeln von Wissen im Mittelpunkt steht – und nicht das Überzeugen von oder Überzeugt-Werden durch andere Personen. Gehen Sie in die Wissenschaft mit der Bereitschaft, sich von guten Argumenten überzeugen zu lassen – man wird sich nicht die Mühe machen, sich soviel um Sie zu kümmern!

Oder schlagen Sie eine Zeitung auf: Dort finden Sie von allen Argumentationen nur solche, die sich an ein "uns" wenden. Was wir machen sollen und wie sich die Gesellschaft verändern soll, ist da zu lesen, aber kein einziges Wort, das sich an mich wendet oder an dich. Man merkt sehr schnell, es geht hier darum, die Gesellschaft zu beeinflussen – aber nicht darum, auch nur einen einzigen Menschen von irgendetwas zu überzeugen.

Das Wort, das sich an mich oder an dich, an Sie, werteR LeserIn, als Person wendet, um Sie zu überzeugen, wenn Sie sich denn von etwas überzeugen lassen wollen, ist Philosophie. Dieses philosophische Wort hat keinen Platz mehr in unserer heutigen Gesellschaft, keinen institutionalisierten Ort. Anstatt dessen laufen wir zu Experten, um sie nach den Ergebnissen ihrer Forschungen zu fragen.

Beim Philosophieren gibt es keine Resultate, das Philosophieren ist selbst sein eigenes Ergebnis. Und Philosophieren ist auch nicht delegierbar, kein berühmter Philosoph, kein Habermas im Fernsehen, kann das für Sie tun! Denn Philosophie ist nichts mehr als zu philosophieren – davon man hat nur etwas, wenn man es selber tut.

Somit ist das einzige Angebot, das die Philosophie den Menschen machen kann, das des Philosophierens. Es gibt keinen Rat in der Philosophie, keinen Trost, kein Wissen und keine Wahrheit zum Einpacken und Mitnehmen. Es gibt nur das Philosophieren – aber das allein ist unglaublich viel, denn nirgendwo in unserer heutigen Welt gibt es ein Denken wie das philosophische – ein freies, individuelles, ein befreiendes Denken! Überall sonst holt man sich seine Belehrung ab und geht damit nach Hause.

Wenn Sie aber, werteR LeserIn, denken wollen und wenn Sie sich geistig befreien wollen, dann sind Sie hier richtig: In den Texten dieser Website wollen wir stückweise daran arbeiten.

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Hofbauer

 

 

 

Neue Texte:

Was neben Leistung (und vor der Leistung) für wissenschaftlichen Erfolg sonst noch wichtig ist (pdf-Dokument)
Rezension von Sandra Beaufaÿs' Buch Wie werden Wissenschaftler gemacht? Beobachtungen zur wechselseitigen Konstitution von Geschlecht und Wissenschaft. transcript Verlag, Bielefeld 2003

Was ist kulturwissenschaftliche Literaturwissenschaft?
Analyse von Friederike Hassauers Einführungsskriptum in die Literaturwissenschaft: Was ist Literatur? Einführung in die Romanistik (Hispanistik/Galloromanistik) und in die allgemeine Literaturwissenschaft. (Redaktion: Anke Gladischefski), Facultas Verlag, Wien 2001.

Gedanken nach der Lektüre von John Stuart Mills Utilitarism

Über die Selbstvergessenheit der Naturwissenschaften und ihren bewusstlosen Kampf
(pdf-Dokument, 15 Seiten) Eine Art Rezension von Cantor’s Dilemma, Roman von Carl Djerassi, Penguin Books, London 1991 (1989).

In der Literatur soll uns die Schrift von der Wissenschaft erlösen.
Über Roland Barthes Aufsatz: "Der Tod des Autors"

Rezension von Monika Wogrolly-Domejs Buch Abbilder Gottes. Demente Komatöse, Hirntote
Styria Verlag, 200
4

Einige Gedanken zu Philip Roths Everyman

Zu Michel Foucaults Die Geburt der Klinik (pdf-Dokument)
(Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2008 (8. Aufl.), franz. Erstauflage 1963)
21-seitiges pdf-Dokument, in dem ich versuche, den verworrenen wissenschaftlichen Diskurs Foucaults in diesem Buch zu entwirren und auf seine Kernthese einzugehen, wonach wissenschaftlicher Fortschritt durch Änderungen der Organisation des wissenschaftlichen Betriebs zustande kommen.

Botton-Up und Top-Down in der Maslowschen Bedürfnispyramide

© helmut hofbauer 2008